Osteopathie - was ist das eigentlich?

Die Osteopathie basiert auf 4 Säulen:

  • parietale Osteopathie
  • viszerale Osteopathie
  • craniosakrale Osteopathie
  • Differenzieldiagnose

Diese 4 Aspekte gehören untrennbar zusammen, wobei die Differentialdiagnose eine Sonderstellung einnimmt.

Klassisch der Osteopathie zuzuordnen sind die parietale, viszerale und craniosakrale Osteopathie. Die parietale Osteopathie behandelt das Skelettsystem, sprich Knochen, Gelenke und Muskeln, wie man es auch aus der Chiropraktik kennt. Hinzukommt die viszerale Osteopathie, die sich v.a. Mit den inneren Organen, deren Beweglichkeit im Bauckhraum und deren Funktion befasst. Als dritten Baustein betrachtet die Osteopathie das craniosakrale System, also den Schädel bis hin zum Kreuzbein mit seinen Verbindungen und dem ihm inneliegenden Nervensystem.

Hier konzentriert sich die Behandlung auf funktionelle Störungen, die sich durch Bewegungseinschränkungen der Strukturen innerhalb der Systeme entwickelt haben. Diese versucht der Therapeut mittels manueller Techniken zu lösen und den Organismus in seiner Fähigkeit zur Selbstheilung zu unterstützen.

Alle drei Systeme stehen miteinander in enger Verbindung, weshalb eine Störung in einem System ein Problem im anderen hervorrufen kann. Durch einen umfassenden Befund des gesamten Körpers sucht die Osteopathie nach genau diesen Zusammenhängen um das Problem an der Wurzel zu packen. Diese Analyse des Beschwerdebilds steht jeder Behandlung voran.

Die Analyse der individuellen Problematik des Patienten geschieht vor dem osteopatischen Gedanken aber v.a. auf der Basis der klassischen Differentialdiagnostik. Hier soll v.a. ausgeschlossen werden dass eine körperlich- strukturelle Erkrankung zugrunde liegt, die primär in ärztliche Obhut gehört. In diesem Fall wird der Patient selbstverständlich sofort zu einem Arzt weitervermittelt. Daher ist es in Deutschland rechtlich notwendig Arzt oder Heilpraktiker zu sein um Osteopathie ausüben zu dürfen.

Patiententipp

Im medizinischen Dschungel ist es oft schwierig sich einen Überblick über fachliche Kompetenzen der Therapeuten zu verschaffen. Wenn Sie sicher sich in die Hände eines Osteopathen begeben wollen überprüfen Sie v.a. Welche Ausbildung der Therapeut absolviert hat. Die Osteopathie bzw. der „Beruf des Osteopathen“ ist in Deutschland nicht rechtlich geschützt und es gibt viele Ausbildungsmodell mit unterschiedlichem Umfang. Der Therapeut Ihrer Wahl sollte über eine umfassende 5 – jährige Ausbildung absolviert haben, die 1350 Stunden umfasst. Somit sind Sie auf der sicheren Seite was die Qualifikation angeht, die auch den Richtlinien der deutschlandweiten Osteopathieverbände entspricht.

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